Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft werfen wir jedes achte Nahrungsmittel, das wir kaufen, in den Müll. Damit verschwenden wir nicht nur Essen, sondern auch bares Geld und wertvolle Ressourcen wie Wasser, Energie und Boden. Zum Weltbrottag haben wir auf dieses Problem bereits im großen Umfeld aufmerksam gemacht. Denn schließlich wäre es so einfach, etwas gegen Lebensmittelverschwendung zu tun. Diese Tipps können helfen, die Essensverschwendung zu verringern:

Kaufe nur so viele Nahrungsmittel, wie du wirklich brauchst

Wenn man sich vor dem Einkauf genau überlegt, was man essen möchte, vermindert man nicht nur das Risiko unnötigen Lebensmittelabfall zu verursachen, sondern spart auch noch bares Geld! Ein Einkaufszettel hilft dabei, sich nur auf die wirklich notwendigen Produkte zu fokussieren. Ein Experiment der University of Minnesota zeigt außerdem: Wer hungrig einkaufen geht, gibt generell mehr Geld aus. Also lieber nicht mit knurrendem Magen einkaufen gehen.

Grafik zur Nahrungsmittelverschwendung: Die Lebensmittelabfälle der Industrieländer könnten Subsahara-Afrika ernähren.

So macht Resteverwertung Spaß

Eine angebrochene Milchpackung hier, eine braune Banane da. Bevor Nahrungsmittel ihren direkten Weg in die Mülltonne antreten, sollte man lieber kreative Resteverwertung betreiben. Warum also nicht mal eine leckere Smoothie-Kreation aus übrig gebliebenem Obst? Oder wie sieht es mit einer leckeren Konfitüre aus? Das Internet ist voll von Rezeptideen, die garantiert auf das ein oder andere neue Lieblingsrezept aufmerksam machen.

Auch mal unschönes Obst und Gemüse kaufen

Bei Obst und Gemüse kommt es nicht wirklich auf das Äußere an. Man kann deshalb ruhig auch einmal zu den weniger schönen Exemplaren greifen, denn diese wandern ansonsten nach langer Auslage direkt in den Müll. Die Gurke ist krumm? Das interessiert im Gurkensalat sowieso niemanden mehr! Außerdem schmeckt vor allem reifes Obst oftmals besonders gut. Wenn man etwas also sowieso noch am selben Tag aufbrauchen will, tut der Griff zum weniger makellosen Apfel gar nicht weh.

Nahrungsmittel richtig lagern

Die richtige Lagerung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Frische Nahrungsmittel wie Milchprodukte oder Salat gehören immer in den Kühlschrank. Es gibt aber auch Produkte, die trocken und lichtgeschützt gelagert werden müssen. Kartoffeln und Zwiebeln beispielsweise mögen es gerne dunkel. Tomaten und Zitrusfrüchte sind dagegen sehr kälteempfindlich und sollten niemals im Kühlschrank aufbewahrt werden. Außerdem gibt es Obst- und Gemüsearten, wie Äpfel und Tomaten, die immer getrennt von den restlichen Sorten gelagert werden müssen. Sie setzen nämlich Ethylen frei, ein spezielles Pflanzenhormon, das den natürlichen Reifungsprozess in Gang setzt. Dies sorgt dafür, dass Früchte schneller verderben und so wieder zum Fall für die Mülltonne werden.

Neuester Nahrungsmittel-Trend: Foodsharing

Vor allem für Singlehaushalte ist das Angebot in den Supermärkten ein großes Problem, denn oft sind Lebensmittel nur in Großpackungen erhältlich. Auch kurz vor dem Urlaub geraten viele in den Zugzwang ihre Nahrungsmittel schnell aufzubrauchen. Lebensmittelabfall ist hier leider vorprogrammiert. Auf der Online-Plattform Foodsharing können Privatpersonen, aber auch Händler und Hersteller übrig gebliebene Nahrungsmittel kostenlos anbieten oder selbst erwerben. Die Idee dahinter: Teilen statt wegwerfen. Gemeinsam der Essensverschwendung den Kampf ansagen: Das finden wir klasse!

Apropos „Mindestens haltbar bis“...

Das Haltbarkeitsdatum muss man nicht ganz so genau nehmen wie manche denken, denn oft können Lebensmittel mehrere Tage bis Wochen über das Datum hinaus problemlos verzehrt werden. Die Haltbarkeit der Produkte stellt tatsächlich oft ein Problem dar. Tiefkühlprodukte können hier Abhilfe schaffen. Brot wird im Vergleich zu anderen Nahrungsmitteln besonders häufig weggeschmissen. In Deutschland landen pro Jahr 500.000 Tonnen Brot im Müll, das sind 12 Kilogramm pro Person. Dass das nicht sein muss, zeigen die Produkte von Eat the Ball®: Diese können gezielt bevorratet und wieder eingefroren werden. Tiefgekühlt kann Eat the Ball® bis zu 1,5 Jahre in Top-Qualität gelagert werden.

Nahrungsmittel-Retter können ihr Wissen übrigens in einem Test zum Thema ausprobieren. Und wie gut kennt ihr euch aus?