Die Fußball-Europameisterschaft war das Top-Thema des bisherigen Sommers. Vergleichbar wenig Aufmerksamkeit erhalten die weiblichen Fußballerinnen. Zu Unrecht! Denn sie sind, vor allem in Deutschland, ganz vorne mit dabei. Julia Simic gewann dieses Jahr zum wiederholten mal mit dem VfL Wolfsburg den DFB Pokal, sie spielte für die deutsche U23 und für die Nationalmannschaft. Zusammen mit uns hat sie einen eigenen Eat the Ball®-Burger für ihre Pro.Edition entworfen. Beim Essen danach war auch noch Zeit, ein wenig über sportliche Ernährung, Heißhungerattacken und über ihre Lieblingsspeisen zu sprechen.

Als Profisportler verbringst du sehr viel Zeit beim Training. Wo trainierst du am liebsten?

Ich denke, diese Frage würde jeder Fußballer und jede Fußballerin identisch beantworten. Am liebsten natürlich draußen, auf dem Rasen, mit dem Ball am Fuß. Aber ich glaube, gerade wenn man schon die ein oder andere Reha hinter sich gebracht hat, und um die Bedeutung eines gesunden und austrainierten Körpers weiß, erhöht sich automatisch auch die Zeit, die man in Krafträumen oder Fitnesscentern verbringt. Man legt mehr Wert auf seinen Fitnesszustand und versucht Dysbalancen und Defizite auszugleichen.

Welche Sportarten machst du, wenn du nicht den Ball kickst?

In der Saison bleibt in der Regel wenig Zeit, großartig anderweitig Sport zu treiben. Deshalb hab ich vor zwei Jahren angefangen, ein paar Golfbälle zu schlagen und in dem Zuge auch meine Platzreife erlangt. In der saisonfreien Zeit spiele ich gerne Beachvolleyball oder Squash, auch mal eine Runde Tennis oder Tischtennis. Eigentlich fast alles, wo ein Ball dabei ist.

Spielt Ernährung für dich im täglichen Leben eine große Rolle?

Mittlerweile sogar eine sehr große. Ich gehe nicht mit jedem Trend mit, der aktuell durch die Medien geistert, aber ich bin dabei, meinen Fleischkonsum gegen null zu reduzieren und auch mehr und mehr auf Milchprodukte zu verzichten. Das hat einerseits einen moralischen Grund bezüglich Massentierhaltung, andererseits denke ich dabei auch an die zum Teil schlechte Verarbeitung von Produkten.

Insgesamt versuche ich, mich ausgewogen und gesund zu ernähren, ohne den Spaß am Essen zu verlieren.

Was bedeutet für dich ausgewogene Ernährung?

Ich halte an dem Grundsatz fest, man kann alles essen, nur in den richtigen Mengen. Durch den Sport brauche ich natürlich Kohlenhydrate, Fette und Proteine, dabei gibt es auch qualitative Unterschiede. Man spricht ja häufig von sogenannten guten Fetten, ich koche zum Beispiel mit Kokosfett oder esse Nüsse, die einen hohen Proteinanteil haben. Für mich gehört nach dem Essen auch immer ein Nachtisch oder etwas Süßes dazu.

Wie ernährst du dich vor einem Fußballspiel?

In den meisten Fällen ist es vor unseren Spielen so, dass wir als Team gemeinsam essen. Dort gibt es dann verschiedene Varianten von Nudeln, Kartoffeln, Reis und Brotsorten, kombiniert mit Gemüse und Salaten. Auch frisches Obst und Milchreis als Dessert finde ich persönlich gut. Vor den Spielen esse ich so gut wie immer Nudeln, um den Kohlenhydratspeicher aufzufüllen und weil ich weiß, dass ich es gut vor der Wettkampfbelastung vertrage.

Sind für dich Kohlenhydrate wichtig?

Nicht nur für mich als Leistungssportlerin ist eine ausgewogene Ernährung wichtig: das richtige Zusammenspiel zwischen Kohlenhydraten, Proteinen, Fetten und Mineralstoffen geht uns alle an. Und es lohnt sich, hier kritisch auf den eigenen Speiseplan zu schauen und das eine oder andere schon mal zu streichen.

Wie gehst du mit Heißhunger um?

Wenn es geht, versuche ich ihn zu vermeiden. Das ist natürlich nicht immer möglich. Häufig greift man dann ja zu Lebensmitteln, die schnell essbar sind, wie Fast Food. Das umgehe ich, indem ich stattdessen ein paar Müsliriegel oder Reiswaffeln griffbereit habe. Ein echter Powersnack ist Eat the Ball®, das Brot unserer Generation, das sportlich und frisch den kleinen Hunger stillt. Durch seine schöne Feuchte kann es auch mal länger in meiner Tasche bleiben, schmeckt auch nach dem Sport noch genauso gut! Vitaminreich wie ein Apfel, sättigend wie eine kleine Mahlzeit – das tut mir gerade wenn’s schnell gehen muss, sehr gut!

Zuhause mache ich mir dann einen Smoothie oder esse zwischen den Hauptmahlzeiten Obst oder Nüsse.

Welche Brotsorten bevorzugst du?

Ich habe glücklicherweise keine Unverträglichkeiten, wie z.B. Gluten, sodass ich auch beim Brot essen kann, was mir Spaß macht und worauf ich Appetit habe.

Welche Ernährungstipps kannst du Kindern und Jugendlichen geben?

Grundlegend spielt der Spaß am Essen meiner Meinung nach eine große Rolle. Kinder essen grundsätzlich ja nur das, was ihnen schmeckt. Die Tipps sollten deshalb mitunter auch den Eltern gegeben werden. Es ist darauf zu achten, dass sich junge Menschen, die sich noch im Wachstum befinden, nicht einseitig und Fast Food-lastig ernähren, sondern für “gute” Lebensmittel sensibilisiert werden.

Was ist deine Lieblingsspeise?

Ich esse gerne Fisch in verschiedenen Varianten. Als Salatbeilage schmeckt mir Fenchel richtig gut. In meiner ProEdition von Eat the Ball® gibt es Burger mit jeweils diesen beiden Lebensmitteln. Die schmecken richtig gut und können leicht nachgekocht werden.