Eat the Ball® ist lecker, cool, nachhaltig und verfügt dank seiner schonenden Herstellung über viele Nährstoffe. Doch wie entsteht das besondere Brot eigentlich? Ein Interview mit dem Team von Eat the Ball® und Prof. Michael Kleinert, Leiter des Instituts für Lebensmittel- und Getränkeinnovation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft, sorgt für Aufklärung.

Eat the Ball® ist ein Brot, das nicht im klassischen Sinne gebacken wird. Es wird aber auch nicht roh verkauft. Wie wird es also hergestellt?

Eat the Ball®: Dazu wurde von uns ein spezielles Verfahren entwickelt, wir nennen es pro.ferment.iced®, das international geschützt ist und dessen Spezifizität in langsamen Gar-Prozessen und sehr niedrigen Temperaturen liegt. Das kann man schon backen nennen, es hat aber nichts mit den klassischen Standards beim Backen zu tun.

Welchen Vorteil hat es, dass Eat the Ball@ nicht klassisch gebacken wird?

Eat the Ball®: Durch ein innovatives Verfahren entwickelt das Brot neue, positive Eigenschaften. Besonders die außergewöhnlich lange Haltbarkeit - trotz Verwendung von ausschließlich natürlichen Zutaten - fällt auf und bringt dem Konsumenten den klaren Vorteil, sowie auch das moralische, ethische Plus, gesundes, wertvolles Brot nicht immer wieder rasch wegwerfen zu müssen.

Wie bekommt Eat the Ball® seine einzigartige Form?

Eat the Ball®: Weil es nicht klassisch auf einem Backblech in einen Backofen geschoben wird, wo es unter Hitze relativ rasch Volumen entwickelt, sondern in speziell konstruierten Vollformen durch einen langwierigen Herstellungsprozess geht.

Welche Vitamine sind in Eat the Ball® enthalten?

Eat the Ball®: Insbesonders Vitamine der wichtigen B-Gruppe.

Welche Nährstoffe sind zu welchem Prozentsatz enthalten?

Eat the Ball®:
Multi Line (90 g): Brennwert: 228,96; Fett: 4,14; Kohlenhydrate: 39,96; Eiweiß: 6,3
Original Line (90 g): Brennwert: 239,04; Fett: 4,32; Kohlenhydrate: 42,3; Eiweiß: 6,48

Fermentierung ist ein Verfahren, das Menschen schon seit langer Zeit anwenden. Was geschieht beim Vorgang des Fermentierens genau und welchen Zweck hat er?

Prof. Kleinert: Fermentation oder Fermentierung (lateinisch fermentum „Gärung“) bezeichnet in der Biologie die enzymatische Umwandlung organischer Stoffe in Säure, Gase oder Alkohol. Dies geschieht beim pro.ferment.iced®-Verfahren durch natürlich vorhandene Getreideenzyme, die aufgrund der Zutaten Roggen- und Weizenmalz vorhanden sind. Die entstehenden Milch- und Essigsäuren prägen den ausgewogenen, milden Geschmack. Das gebildete Gas sorgt für eine regelmäßige feinporige Lockerung des Gebäcks.

Bei welchen Lebensmitteln spielt Fermentierung, außer beim Brot, noch eine Rolle?

Prof. Kleinert: Bier, Wein, Sekt aber auch Joghurt und Käse sind typisch fermentierte Produkte.

Was ist beim Fermentierungsverfahren pro.ferment.iced® anders als bei den bisher bekannten Fermentierungsprozessen?

Eat the Ball®: Das gesamte Ambiente, die Temperaturen, der Druck und die Feuchtigkeit sind anders, genauso wie der Zeitverlauf. All das ist Teil der Patente, die zum innovativen Herstellungsprozess pro.ferment.iced® erteilt wurden.

Was geschieht bei der Herstellung von Eat the Ball® nach der Herstellung?

Eat the Ball®: Nach der Entformung des Brotes wird es schockgefroren - was den ultimativen Frischezustand natürlich konserviert - und bei unter Minus 20 Grad gelagert.

Werden bei der Produktion Enzyme als Verarbeitungshilfsstoff verwendet? Kann das Allergien hervorrufen?

Eat the Ball®: Eat the Ball® enthält nur getreide-eigene, natürliche Enzyme. Allergien rufen diese generell nicht hervor.

Was geschieht beim Einfrieren des Eat the Ball® im pro.ferment.iced® - Verfahren?

Eat the Ball®: Ganz einfach: Mutter Natur drückt die Pause-Taste. Der Frischezustand des Brotes wird in wenigen Sekunden/Minuten konserviert und ist dem Konsumenten unmittelbar nach dem Auftauen (kein Aufbacken nötig!) verfügbar.

Wie lange dauert der pro.ferment.iced® - Prozess insgesamt?

Eat the Ball®: Die Dauer dieses Prozesses ist natürlich patentiert, aber generell kann man sagen, dass unser Brot bei viel niedrigeren Temperaturen und bei einer längeren Herstellungsdauer produziert wird.

Kann man das Brot nach dem Auftauen nochmal einfrieren? Warum?

Eat the Ball®: Ja, das ist rein verfahrensbedingt und ein echter Vorteil, vor allem für Professionisten, wie Caterer, Gastronomen, etc., die mit großen Brotmengen hantieren müssen und sonst viel Abfall zu bedauern haben.

Was ist der Unterschied zu einem normalen Brot, das man ja theoretisch auch in Scheiben schneiden und einfrieren könnte?

Eat the Ball®: Erstens wird Eat the Ball® nicht einfach eingefroren, sondern schock-gefroren, was eine völlig andere Qualität bringt und nicht zuhause gemacht werden kann, zweitens bleibt es damit mindestens 1,5 Jahre (!) in der Tiefkühle bei unter -20 Grad haltbar.

Wie kam es zu der Idee des pro.ferment.iced®-Verfahrens?

Eat the Ball®: Viele Versuche, genaue Messungen und die damit verbundenen Anpassungen führten nach mehreren Jahren zum Erfolg.

Hat es gleich beim ersten Versuch geklappt, ein Brot herzustellen, das nicht gebacken wird?

Eat the Ball®: Schön wärs, etwas Fleiß, viel Geduld und ein unerschütterter Glaube an den Erfolg waren die Basis. Und nicht ganz zu vergessen: dem Fleißigen hilft auch das Glück!